09.03.2020
Susanne Scheer

FRISCH & KNACKIG

BRAND TALKS FRANKFURT

Runter vom Bürostuhl, rein in das Frankfurter Design Office und Co-Working-Space in der Nähe des Frankfurter Haupbahnhofs, um zweieinhalb Stunden das Format „Brand Talks“ von Monotype mitzuerleben. Alles drehte sich wieder um das spannende Thema Marke, neudeutsch „Branding“.

 

Der Veranstalter Monotype Imaging Inc. ist Anbieter von Technologien rund um das Thema Schrift und Marke sowie der weltgrößten Schriftbibliothek.

Immer wieder bin ich begeistert von dem hochkarätigen Programm dieser Veranstaltung. Zweieinhalb Stunden inspirierende und spannende Gespräche und Vorträge zum Thema Marke. Bei den vorgestellten Projekten wurde mir wieder ganz klar, dass die Basis für einen neuen Markenauftritt eine klare Positionierung des Unternehmens und das Herausarbeiten der Markenidentität ist. Dies ist unabdingbar, um ein zukunftsweisendes Design und Markenerlebnis zu erschaffen. Am Beispiel der Medienmarke „Frankfurter Allgemeine“ mit dem neuen Claim „Freiheit beginnt im Kopf“ wurde das sehr beeindruckend dargestellt.

Zwischen zwei Brand Talks gab es ein 15-minütiges Interview. Hier plauderte „Brand eins“-Gründerin und Chefredakteurin Gabriele Fischer im Gespräch mit Jürgen Siebert aus dem Nähkästchen und erzählte einige Anekdoten über die Geburtsstunde des Magazins und über hektische Abstimmungsrunden bei der Covergestaltung. Sie ist glücklich darüber, dass das „Brand eins“-Team im letzten Jahr in die alte Marzipanfabrik in Hamburg Bahrenfeld umgezogen ist. Endlich gibt es hier genügend Raum, um neue Arbeitsweisen im Team zu testen.

Bei allen Markenprojekten stand eine eigenständige Typografie im Fokus. Vor allem auf kleinen digitalen Devices wie der Apple Watch ist dies oft das prägende Stilelement der Marke. Schriftfamilien werden heute viel stärker nach ihrem Nutzen kategorisiert und beispielsweise als Headline, Text und Micro-Font entwickelt.

Typografie stand auch ganz klar beim Marken-Redesign von Santander im Fokus. Hier entwickelte Monotype gemeinsam mit Interbrand eine Santander-Logoschrift, den Headline-Font und schließlich eine Hausschrift in sechs Schriftschnitten. Hierdurch erhielt die Marke einen ganz neuen und modernen Look, der sich jetzt vor allem auch in den digitalen Medien konsistent und durchgängig wiederfindet.

Fazit: Ein rundum gelungener Nachmittag – auch zum Networken.

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