09.11.2018
Liebchen+Liebchen

GUT ERKLÄRT

DIE DREI HäUFIGSTEN FEHLER AUF LINKEDIN

Facebook tickt anders als Twitter, Instagram unterscheidet sich von Pinterest. Jedes Soziale Netzwerk schreibt seine eigenen Gesetze. Lesen Sie, welche drei Fettnäpfchen Sie bei der Nutzung von LinkedIn mühelos umgehen können.

 

1. Werbung, Werbung, Werbung

Die meisten Unternehmensprofile wirken wie von einem Werbe-Roboter bestückt. Scrollt man durch die Beiträge, sieht das meist so aus: Pressemitteilung, Nachricht aus dem Unternehmen, Produktbeschreibung. Und das immer wieder. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Follower: Würden Sie es spannend finden, wenn Sie nichts anderes in Ihrem News-Feed lesen, als Eigenwerbung? Eher nicht. Wer aus der Roboter-Reihe aussteigen will, sollte die Perspektive seiner Nutzer einnehmen: Was könnte sie interessieren? Welcher Beitrag bietet ihnen einen Mehrwert? Nur wer den Service-Gedanken nicht aus den Augen verliert, und das auf seinem Profil spiegelt, wird belohnt. Wenn Eigenwerbung gezielt platziert wird, erhält Likes, wird wahrgenommen und gewürdigt. Nach dem Motto: „Wenn die schon was von sich posten, muss es was Besonderes sein.“

2. LinkedIn ausschließlich als digitale Visitenkarte nutzen

Ein Fehler, den viele LinkedIn-Nutzer machen, ist, das Netzwerk ausschließlich als digitale Visitenkarte zu nutzen und es damit gut sein zu lassen. Das Profil also einmal mit Informationen zu füttern und anschließend nicht mehr aktiv zu sein. Trotz der businessorientierten Ausrichtung ist und bleibt auch LinkedIn ein soziales (!) Netzwerk und funktioniert daher nur auf dieser Ebene. Austausch und Kommunikation sind notwendig, um LinkedIn erfolgreich zu nutzen. Das gilt für Privatpersonen genauso wie für Unternehmen. Nur wer sich aktiv am Netzwerken beteiligt, wird als eine Person wahrgenommen, die die moderne Medienwelt verstanden hat. Sind in den Aktivitäten weder eigene Beiträge, noch Kommentare oder Likes zu finden, entsteht folgender Eindruck: „Mit dieser Person brauche ich auf dieser Plattform nicht in Kontakt treten, sie scheint hier nicht aktiv zu sein.“

3. Mit Facebook verwechseln

LinkedIn ist eine Social-Media-Plattform. Persönlicher Austausch ist deshalb notwendig für die erfolgreiche Nutzung. Die persönliche Meinung und der persönliche Geschmack sind gefragt. Aber: LinkedIn ist business-orientiert. Auch wenn eine persönliche Note vorhanden sein muss, auch wenn Entertainment-Inhalte beliebt ist, sollte LinkedIn im Unterschied zu Teilen von Facebook nicht als Plattform für seichte Unterhaltung missverstanden werden. Es geht um Authentizität, es geht um Kreativität. Aber Tagebuch soll hier nicht geschrieben werden. Auch das abfotografierte Abendessen ist hier fehl am Platz.

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