19.06.2017
Frank Müller

WILDER OSTEN

AUTOKLASSIKER ZUM VERLIEBEN

Was ist das banale Besitzen eines historischen Automobils schon gegen die anhaltenden Freuden unerfüllter Begehrlichkeiten? In der Klassikstadt können Autobegeisterte die Welt der Old- und Youngtimer aus nächster Nähe erleben. Man muss ja nicht gleich kaufen.

 

Es ist ein Ort der automobilen Träume und vor allem Traumtänzereien: In den U-förmigen Fabrikbau in der Orber Straße kommt man vor allem zum Staunen. So kann es vorkommen, dass sich erwachsene Männer an den Scheiben eines Rollce Royce Phantom II von 1930  die Nase platt drücken. Oder vor einem Aston Martin Vanquish mit 572 PS ins Schwärmen geraten.

Bis es soweit kommen konnte, durchlebte der 1910 erbaute Komplex eine wechselhafte Geschichte. Eine Produktionsstätte für Landmaschinen hat er schon beherbergt und musste als Lager für Bundeszoll-Uniformen herhalten. Auch die Bundesdruckerei für 50-DM-Scheine war hier schon ansässig.

Heute haben sich auf den rund 22.000 m2 zahlreiche Autohändler, Werkstätten und Einzelhändler niedergelassen. Das Erdgeschoss sowie die ersten beiden Stockwerke sind Besuchern an allen Tagen der Woche zugänglich, auf Wunsch auch im Rahmen einer Führung.

Jeweils am zweiten Sonntag des Monats findet der „Sonntagstreff“ statt, bei dem den Besuchern verschiedene Fahrzeuge vorgestellt werden. Und über eine Clubmitgliedschaft können sich Privatpersonen und Firmenangehörige sogar selbst hinters Lenkrad schwingen.

Auch gastronomisch kommen Besucher der Klassikstadt voll auf ihre Kosten: Im rechten Schenkel des U-förmigen Baus verwöhnt die „Betriebskantine Exenberger“ ihre Gäste – im Sommer auch auf der Terrasse.

Zur Klassikstadt geht es hier entlang.

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